Hier ist er nun, der Regen

Ganz am Anfang hab ich mich gefragt, ob wir vom Regen und dessen Folgen etwas mitbekommen werde. Die Antwort habe ich in den letzten Tagen erhalten: ja. Wir sind an die Ostkueste Mindanaos gereist, in der es seit Wochen mit kurzen Unterbrechungen regnet. Der Regen verursacht Erdrutsche, Ueberflutungen vieler Doerfer und Felder sowie das Wegbrechen von Strassen. Die Folgen dessen sind erheblich, insbesondere fuer die Versorgung der Menschen. Denn gerade bestellte Felder werden durch Ueberflutung stark geschaedigt. Die Haeuser sind, wenn das Wasser nicht hineindringt, zumindest von Wasser umzingelt, das Trinkwassersystem wird durch dreckiges Wasser verschmutzt, Leute, die vom Fischfang leben, koennen aufgrund der starken Stroemung und des Regens nicht fischen usw. Ich muss selber an meine Heimat denken, wo der Fluss jedes Jahr ueber sein Ufer tritt und extreme Schaeden anrichtet, die Menschen dort sich aber damit arrangiert haben und (dank ihrer Versicherung) immer wieder auf’s neue mit viel Muehe ihre Haeuser renovieren. Wie erst geht es den Philippin@s, die oft all das wenige verlieren, was sie ueberhaupt besitzen (inklusive den Investitionen in die Setzlingen am Feld)? Diese Kraft des Wassers ist einfach unglaublich und in all ihrer Zerstoerungswut hier sichtbar. Und sie trifft hier auf sehr viele, sehr “verletzbare” (i. entwicklungspolitischen Sinne von vulnerable) Menschen. [Anja]

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